Fest der Kulturen am 29. April an der Wilhelm-Schickard-Schule

7:40 Schulbeginn an der Wilhelm-Schickard-Schule, doch keiner schlägt ein Lehrbuch auf. Heute wird die Vielfalt an der Schule mit einem Festival der Kulturen gefeiert.

Schüler aus 36 Nationen drücken hier die Schulbank.

Weil die Nachrichten von brennenden Flüchtlingsheimen und Pegida-Demonstrationen berichten, wollen Schüler und Lehrer Vorurteilen aktiv einen Riegel vorschieben und bewusst aufeinander zugehen.

„Wir haben zwar keinen Fremdenhass an der Schule, doch wir machen hier präventiv etwas”, lobten Schüler der Klasse 12.

In den ersten beiden Stunden erzählten die Lehrer von Vorbildern oder dem Schicksal der Bootsflüchtlinge. Danach kamen unter anderem die Integrationsbeauftragten der Stadt Tübingen oder eine türkische Gastarbeiterin zu Wort.

Danach durfte getanzt und geschlemmt werden:

Im Innenhof feierten Schüler und Lehrer ein Fest mit internationalen Speisen wie Couscous mit Curry, Tänzen und Musik aus Griechenland, Albanien und Türkei. Auch die Schüler der Flüchtlingsklasse der Mathilde-Weber-Schule kamen vorbei und feierten mit.

Zum Höhepunkt des Tages pflanzten alle zusammen einen „Nationenbaum“, einen Ginko. „Er greift durch seine besondere, gezackte Form der Blätter den Gedanken der Zusammengehörigkeit und der Individualität auf“, erklärte Konrektor Dieter Kampka. Doch außer des Baumes kann sich die Schule dank einer Spende der Kreisbau und der Kreissparkasse Tübingen auch über eine Bank unter dem frischgepflanzten Baum freuen, damit sich auch zukünftige Generationen hier treffen können.

Die Einnahmen des Festes werden auf Wunsch der SMV in voller Höhe der Erdbebenhilfe in Nepal zukommen.

(sz)

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