Gemeinsam für die gute Sache – Tag der Kulturen an der Wilhelm-Schickard-Schule

Schon vor Schulbeginn herrscht an diesem Morgen geschäftiges Treiben. Abiturienten bauen die Stationen der Olympiade auf. Tische, Stühle und Stellwände werden arrangiert. Und dann wird es doch erst einmal ruhig im Schulhaus, wie an einem ganz normalen Schultag. In den Klassenzimmern finden unterschiedliche Unterrichtsangebote und Vorträge zum Thema „Schule ohne Rassismus“ statt. Die Zertifizierung der Schule bildet dieses Jahr das Motto des Tags der Kulturen. In einem größeren Konferenzraum spricht vor etwa drei Schulklassen Stephen Noel Safe aus Tanzania. Er ist Country Director der Savings Banks Foundation for International Cooperation (SBFIC) in seinem Land. Derzeit besucht er zusammen mit dem Projektmanager der Sparkassenstiftung für Internationale Kooperation, Michael Vysin, der ebenfalls in Tanzania lebt, die Kreissparkasse Tübingen.

Safe hält seinen Vortrag auf Englisch und erklärt den Schülerinnen und Schülern, wie die Stiftung in Ostafrika arbeitet. Eine gute Bankenstruktur zu entwickeln sei wichtig und die „financial education“ der Menschen, denn das ökonomische Bewusstsein, das Verständnis für die betrieblichen Zusammenhänge und Abläufe müsse erst vermittelt werden. Das Problem der Armut gebe es überall in Afrika. Die Regierung Tansanias aber versuche den Reichtum des Landes, die Erträge aus Baumwoll-, Kaffee- und Tee-Anbau, zu nutzen.

Mit Mikrokrediten werden zusätzlich kleinere Startups unterstützt mit dem Ziel insgesamt den Wohlstand der Bevölkerung zu steigern.

 

Den zweiten Teil eröffnet Schulleiter Joachim Maurer draußen auf dem Schulhof mit einer kurzen Rede. „Schule ohne Rassismus ist, wie im Übrigen auch die Demokratie, nicht nur gemütlich, sondern manchmal auch anstrengend“, erinnert er die versammelte Schulgemeinschaft. Danach gibt er den Startschuss für die vielen Angebote von Schülern für Schüler mit dem Hinweis, dass der Erlös des Tages auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler an den Verein „Hilfe für kranke Kinder“ in Tübingen gehen wird. Auf der Bühne geht es weiter mit dem Kanon „Bruder Jakob“, den die Lehrerin Marianne Mösle mit ihrer VABO-Klasse einstudiert hat und der unterlegt mit Klavier, Bass, Cajon und Saxophon richtig gut daherkommt. Text- und Melodiesicherheit auf Seiten des großen Publikums, das einsteigen soll, lassen leider etwas zu wünschen übrig.

In den folgenden zwei Stunden führen Dania Al Masri und Mara Eyth (Eingangsklasse WGI) durch das vielfältige Angebot der Klassen – von Schülern für Schüler. An den Stationen der Olympiade messen sie sich beim Dosenwerfen, Bierkrug stemmen, Torwand schießen, Limbo tanzen und vielem mehr. Es gibt Henna-Tattoos, Freundschaftsbändchen, eine Button-Stanzmaschine. Die Landeszentrale für politische Bildung lockt mit dem Glücksrad und informiert breit gefächert über ihre Angebote. Attraktive Cocktails bietet die „Trinkbar“ und unglaublich köstlich sind die kulinarischen Angebote einzelner Klassen. Bei der 2 BFW1/2 ist man wie in einer echten italienischen Panetteria. „Das ist so unglaublich, wenn jeder das Leckerste aus seinem Land mitbringt“, sagt die 18-jährige WG-Schülerin Justine. Es gibt Paella und Waffeln, Zuckerwatte und gefüllte Weinblätter und den Schülerinnen und Schülern, die für einen Tag zu Bäckern, Köchen und Verkäufern wurden, macht es sichtlich Spaß.

Zum Abschluss des Festes passiert ein Flashmob. Selina, Kaan, Nicole, Vlada und Bleona animieren etwa 100 Lehrer und Schüler zu Clubtänzen auf „Macarena“ und Shakira. Martin Riehle, der stellvertretende Schulleiter, bedankt sich bei den federführenden Kolleginnen Sylvie Keiper, Janine Kurz, Ute Bürger-Junger, Demet Yilmaz und der Schulsozialarbeiterin Edith Killinger, die zusammen mit den Schülerinnen und Schülern des WGI diesen Tag vorbereitet und durchgeführt haben und bei den Teilnehmern für ein „Rundum-Sorglos-Gefühl“ gesorgt haben.

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