5. Tag der Kulturen an der Wilhelm-Schickard-Schule

Ganz im Zeichen der Demokratie stand der Tag der Kulturen an der multikulturellen Wilhelm-Schickard-Schule (WSS) in diesem Jahr. Das Motto „Demokratie stärken“ hatte Schulleiter Joachim Maurer für das gesamte Schuljahr ausgelobt und zahlreiche thematische Angebote säumten die Unterrichtswochen. Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer wurden durch eine Vielzahl von Veranstaltungen für die Demokratie sensibilisiert. Am vergangenen Donnerstag wurden nun in einer umfassenden Schau die Ergebnisse gewürdigt und die Vielfalt an der Schule gefeiert.

Zunächst diskutierten die Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen, von VABO über Berufskolleg, Wirtschaftsgymnasium und Berufsfachschule bis zur Berufsschule, die Wirkung des Rezo-Videos, das zwei Tage vor der Europa-Wahl für erheblichen Wirbel gesorgt hatte. Danilo Tasic aus der Abschlussklasse des Wirtschaftsgymnasiums international sieht ein Kommunikationsproblem der etablierten Parteien insbesondere mit der jungen Generation und seine Mitschülerin Jana Thole begrüßt, dass durch das Video „notwendige Kritik angestoßen“ worden sei, und dass es nun gelte, konstruktiv gegen die Missstände vorzugehen, anstatt sich „in Selbstverteidigungsdisputen zu fragen, wer schuld ist“.

Im anschließenden gemeinschaftlichen Festakt konnten die Jahresergebnisse der einzelnen Klassen zum Thema „Demokratie stärken“ betrachtet werden. Die Industriekaufleute im zweiten Ausbildungsjahr hatten ein Quiz kreiert: „Wie fit bist du in Demokratie?“ mit Fragen wie: Wann wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt? Hatte die Bundesrepublik Deutschland schon einmal eine andere Hauptstadt? Wer ist Frank Walter Steinmeier? Schnell und richtig musste die Antwort übers Smartphone gegeben werden.

Über „WSS-TV“ wurden kurze Statements zahlreicher SchülerInnen und LehrerInnen zu ihrem Verständnis von Demokratie aufgenommen und liefen auf großer Bildfläche im Foyer.

„Ist Nachhaltigkeit ein Menschenrecht?“, fragten sich die angehenden BüromanagerInnen im zweiten Ausbildungsjahr und die SchülerInnen der WG 12/2 und lieferten gleichzeitig Tipps, wie die WSS nachhaltiger werden könnte, von der Empfehlung, mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen oder den ÖPNV zu nutzen bis zu eigens recycelten Fehlkopien, aus denen die SchülerInnen sich individualisierte Schreibblöcke herstellten.

Als wirklich wesentlich, als „viel wichtiger als Mathe oder Deutsch“ empfand Emmanuel Asamoah die Information und den Austausch über die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen, die Deutschland, Europa und die Welt betreffen. Und auch die Schülersprecherin Laila Buhociu bedankte sich in ihrer kurzen Rede für das gelungene Schuljahr unter dem besonderen Motto bei allen SchülerInnen und LehrerInnen.

Text: Ulrike Kern                                                                                                                  
Bilder: Marie Cevey

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