„Flüchtlinge willkommen?“ Bürgerschaftliches Engagement in „Seestadt“

Einmal in einer Bürgerversammlung aktiv sein und politisches Engagement  zeigen, Interessen in einem demokratischen Gremium mit gut ausgearbeiteten Argumenten und überzeugendem Auftreten kundtun und auch mal in eine Rolle schlüpfen, die im realen Leben ganz und gar nicht der eigenen Überzeugung entspricht. Schüler*innen der 2 BFW 2/1 mit ihrer Klassenlehrerin, Frau Andler, stellten sich dieser Herausforderung mit viel Einfühlungsvermögen und Kreativität.

Ein Trainer*innen-Team der Landeszentrale für politische Bildung war mit dem Planspiel „Flüchtlinge willkommen?“ zu Besuch in der Wirtschaftsschule.

Dabei ging es um Flüchtlingspolitik auf kommunaler Ebene.

Parteien, Vereine und sonstige gesellschaftliche Gruppen debattierten, wo und wie Flüchtlinge in der fiktiven Gemeinde Seestadt untergebracht und integriert werden sollen. Sehr unterschiedliche Meinungen und Interessen prallten in der Bürgerversammlung aufeinander und es wurde heiß diskutiert, so dass die zuvor gewählte Bürgermeisterin Mühe hatte, alle gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen, die Gemüter Ihrer Versammlungsmitglieder zu beruhigen und die Thematik strukturiert in sachliche Bahnen zu lenken. Schließlich sollte bei einer Abstimmung ein konstruktives und mehrheitsfähiges Ergebnis stehen. Auch die Presse war dabei.

Überraschend war es, wie viele Fragestellungen und unterschiedliche Blickwinkel, von rechtlichen, wirtschaftlichen Überlegungen bis hin zum sozialen Zusammenleben aus der Debatte hervorgingen und was alles berücksichtigt werden muss, damit eine neue Herausforderung im Gemeinwesen bewältigt werden und ein befriedetes Zusammenleben stattfinden kann.

Die Schüler*innen haben ihre Aufgabe gut gemeistert und selbst erlebt, wie sich Politik mit Verantwortung anfühlt.

Ein herzliches Dankeschön an die Landeszentrale für politische Bildung für die Durchführung des Planspiels und natürlich an die Schüler*innen, dass sie sich engagiert auf das Experiment eingelassen haben.

Edith Killinger

Schulsozialarbeit 03.02.20

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